Busch - Wertheims Bestatter seit 1968
Öffnen Sie das Tor zu gemeinsamen Erinnerungen.

Irene Henn geb. Nußer

geboren am 8. Juni 1955 in Würzburg
gestorben am 18. Februar 2017 in Würzburg

Wenn durch einen Menschen
ein wenig mehr Liebe und Güte,
ein wenig mehr Licht und Wahrheit
in die Welt getragen wurde,
hat sein Leben einen Sinn gehabt.


Ein kurzer Lebenslauf:


- Geboren wurde sie am 08.06.1955 in Würzburg.
- Sie teilte sich das elterliche Zuhause mit ihrem älteren Bruder Bernd, der 2016 ebenfalls an Krebs verstarb, was sie sehr hart traf.
- Sie wuchs wohlbehütet auf - schon immer von Tieren, z.B ihrem Schäferhund Erlo, umgeben. Auch hatte sie viele Hasen, unter anderem ihre großen Hasen ,,Löffelstiel" und ,,Langohr".Den Nachwuchs ihrer Meerschweinchen brachte sie regelmäßig zum ,,Vogelpeter" in Würzburg und bekam 5 Mark dafür.
- Als Kleinkind war sie ,,moppelig" wie sie immer sagte, denn ihre Mutter konnte so gut kochen und sie liebte das Essen. Sie stellte sich auf einen Schemel, um in die Töpfe sehen zu können und auch wenn sie aus der Schule kam war ihre erste Frage, was es zu essen gibt.
- Sie war eine gute Schwimmerin und sogar im Schwimmverein.
- Das Tanzen liebte sie, sie hätte gerne Ballettstunden gehabt, doch das war damals nicht möglich. Sie übte jedoch selbst zuhause und konnte noch mit 54 Jahren im Spagat sitzen.
- Gerne hätte sie lange Haare gehabt, doch ihre Mutter ließ ihre Haare immer schneiden, da damals der ,,Bob" modern war. Ließ sie ihre Haare abschneiden, bekam sie von ihrer Mutter zur Belohnung ein Tier, z.B noch eine Schildkröte. Dafür mussten ihre Töchter als sie klein waren immer ganz lange Haare haben.
- Sie erzählte selber immer, dass sie ein sehr glückliches und aufgewecktes Kind war.
- Bis sie mit 13 der erste und schlimmste Schicksalsschlag traf, ihre über alles geliebte Mutter starb. Diese Erfahrung war wie ein Bruch in ihrem Leben.
- Seitdem war sie auf sich gestellt, erst mussten sie aus ihrer Wohnung ziehen und deshalb ihren Hund Erlo bei dessen eigentlichem Eigentümer zurücklassen. Dann bekam sie eine Stiefmutter die sie aus dem Haus warf und später zog ihr Vater nach Berlin.
- Sie musste in so jungen Jahren alleine wohnen. Ihr Onkel Albert und ihre Tante Irma wurden ihre Ersatzfalmilie und kümmerten sich um sie.
- Ihr Traumberuf wäre Säuglingsschwester gewesen, dies ließ sich jedoch damals nicht realisieren. So schloss sie die Hauswirtschaftsschule ab und machte verschiedene Ausbildungen wie z.B zur Bürokauffrau.
- Auch in dieser Zeit hielt sie es nicht ohne Tiere aus und schaffte sich ihren Cocker Spaniel ,,Dana" an. Auch Wellensittiche wie z.B ihre ,,Peterline"konnte sie ihr eigen nennen.
- 1978 traf sie dann auf dem Gamburger Fasching ihren Günther. Sie wünschte sich, dass er das Lied ,,Sailing" mit seiner Band für sie spielt.
- Günther´s Vater fragte sich beim ersten mal, ob sie eine Perrücke trage, da sie so viele und dicke Haare hatte.
- Ihre Beziehung hielt schon damals der Ferne stand, denn Günther studierte in Ulm.
- 1982 wurde geheiratet.
- Zuerst lebten beide in Gamburg, dann bekam Günther eine Anstellung bei BMW in München und sie zogen dorthin.
- Irene war jedoch immer sehr heimatverbunden, sie hatte großes Heimweh und wollte ihre Kinder in einem eigenen Haus auf dem Land großziehen.
- Deshalb zog sie zurück nach Gamburg. Am eigenen Haus wird bis heute gebaut.
- Sie nannte ihre Kinder Simon, Svenja, Larissa und Linda. Gerne hätte sie noch viele viele mehr gehabt, da sie Kinder so sehr geliebt hat. Sie wartete sehnsüchtig auf Enkel, die sie leider niemals erleben sollte, es erging ihr somit wie ihrer Mutter.
- Die Familie war ihr immer sehr wichtig. Jeder Geburtstag wurde mit allen gefeiert, an Ostern Kaffee getrunken, einmal die Woche bei Oma Maritsch gegessen und an einem Weihnachtsfeiertag essen gegangen.
- Selbst machte ihr das Kochen jedoch auch Freude und sie konnte es so gut! Sie hatte für ihre Kindern das Essen pünktlich auf dem Tisch wenn diese nach Hause kamen. Auf das Hausaufgaben machen und lernen legte sie danach großen Wert.
- 05/06 hatte sie einen schweren Autounfall, es folgten komplizierte OP´s, sie musste lange Zeit ein Korsett tragen und wochenlang gerade liegen. Doch auch das hat sie gemeistert und durchgestanden und sich nie vor Arbeit gedrückt.
- Seit 2012 arbeitete sie als Rezeptionistin im Friseursalon B.L.O.N.D ihres Sohnes Simon. Sie war die gute Seele dort und verbreitete immer gute Laune. Haare waschen, Termine vergeben, Buchhaltung - alles meisterte sie. Mit dabei war ihr Hund Maxwell und auch Manolo und Marge.
- Sie hatte einen großen Freundeskreis, mit ihren Mädels machte sie einmal im Jahr einen Ausflug. Sie hatten immer viel Spaß miteinander. Als sie eine Kanufahrt auf der Tauber machten hörte man sie schon von weitem lachen und Irene jedem ,,Huhuuuu" zurufen.
- Sie hasste es zuhause zu sitzen, wollte immer etwas unternehmen, hatte so eine Lebensfreude.
- Sie liebte es zu reisen. Beispielsweise Griechenland, China, Rom,Andalusien, Frankreich und auch ihr geliebtes Ägypten bereiste sie.
- Sie war sehr offen und ging immer auf Leute zu. Sie erzählte so gerne Geschichten, dabei schweifte sie weit aus. Auch liebte sie es Witze zu erzählen. Zu jeder Lebenssituation kannte sie ein Zitat oder eine Anekdote.
- Wenn sie sehr stark lachen musste, konnte man das Geräusch mit ,,Krrrr krrrr krrrr" beschreiben.
- An Feierlichkeiten wollte sie am Tisch immer in der Mitte sitzen, um nichts zu verpassen und jeden gut zu hören.
- Sie hat sich für die Schwächeren eingesetzt, war sehr einfühlsam und kämpfte wie eine Löwin. Sie konnte die Leute so gut aufbauen und so gut zuhören. Besonders gut konnte sie Geheimnisse für sich behalten.
- Jeder fühlte sich gleich zuhause bei ihr. Freunde wurden wie Familienmitglieder integriert.
- Sie las unheimlich viel und auch so schnell! Geschichtsromane gefielen ihr am meisten.
- Sie war sehr kreativ, sie liebte es die Wohnung umzudekorieren und zu streichen.
- Abends trank sie gern ein kleines Gläschen Rotwein.
- Das Alleine- sein fand sie schrecklich. Sie hatte immer große Angst, im Alter einsam zurück zu bleiben.
- Sie war immer an vorderster Front, Kinderfasching und Spielplatzbau sind nur zwei Beispiele.
- Am meisten liebte sie es jedoch, für ihre Familie da zu sein und ihre Kinder liebten sie. Alles wurde zusammen gemacht, keiner hat Mama jemals verlassen. Sie war der Mittelpunkt und man würde sie wohl als ,,Übermutter" bezeichnen. Sie hat ihr letztes Hemd für ihre Familie gegeben. Sie war Alles für uns und wir waren Alles für sie.
- Am 28.12.2015 erhielt sie die Diagnose peripheres T- Zell Lymphom. Das traf sie wie ein Schlag. War sie zuvor immer so stark gewesen, hatte sie doch so schreckliche Angst vor dem Tod. Sie wollte ihre Familie nicht verlassen, sie sagte immer, sie wolle noch bei ihren Lieben bleiben...
- Trotzdem nahm sie die Diagnose hin ohne zu weinen. Sie war stark wie eh und je, jeder Weg der ihr vorgegeben wurde - Chemotherapie, Stammzellentherapie usw. -  den ließ sie über sich ergehen, steckte alles gut weg.
- Doch immer wieder kamen schlechte Nachrichten die sie einstecken musste, nie schlug etwas an und das zermürbte sie langsam.
- Sie wurde immer negativer und trauriger, doch wie stark ihr Leiden und ihre Schmerzen wirklich waren, dass verheimlichte sie, um niemanden zu belasten. Doch trotz schlechter Nachrichten gab sie die Hoffnung nie auf.
- Trotz ihrer eigenen Trauer war sie immernoch für andere da, so lange sie konnte, ging sie noch nach draußen und machte bei jeder Unternehmung ihrer Familie mit. Nur unter Freunde traute sie sich nicht, da sie so traurig war, dass sie nicht mehr so lustig sein konnte wie früher.
- Doch sie wurde schwächer und schwächer.
- Die Ärzte in der Uniklinik behandelten sie nicht gut. Herr Top war unfreundlich und das genaue Gegenteil von einfühlsam, Herr Düll hatte wenig Zeit, informierte uns nicht und handelte zu langsam. Es wurden unvollständige Diagnosen gestellt und überheblich mit Irene und ihrer Familie gesprochen.
- Sie wurde immer schwächer, nach Einnahme ,,neuer Tabletten" so schwach, dass ihr Hausarzt sie in das Tauberbischofsheimer Krankenhaus einweisen ließ nachdem die Uniklinik sie nicht aufnehmen konnte. Von dort wurde sie zwei Tage später mit Anweisung ihrer Würzburger Ärzte mit unverändertem Zustand wieder nach Hause geschickt. Auf Anrufe seitens der Familie wurde in Würzburg nicht reagiert, sodass ihre Kinder sie anfang Februar 2017 hilfesuchend unangemeldet dorthin brachten. Dafür wurde sie von Herrn Top angeschriehen.
- Ihr wurde eröffnet, dass die Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft seien und sie sich ,,ein paar schöne Wochen" machen solle, jedoch nicht von den Ärzten, die sie seit einem Jahr betreuten, sondern von Ärzten die sie seit einer Woche kannte.
- Doch sie gab immernoch nicht auf, versuchte Alternativen außerhalb der Schulmedizin.
- Am 15.02.2017 wurde sie auf die Palliativstation in Würzburg gebracht um dort wieder zu Kräften zu kommen.
- Am 18.02.2017 war sie jedoch so schwach, dass sie uns für immer verlassen musste. Ihre Lieben waren alle bei ihr, sogar ihr Hund Maxwell.

Unsere Frau/Mutter war ein so besonderer, starker und positiver Mensch. Es war und ist unerträglich schwer sie gehen zu lassen. Sie hinterlässt eine solch große Lücke, die einfach nicht gefüllt werden kann. Sie wusste nie, wie besonders sie war und was sie alles für uns getan hat.
Doch sie hat bei so vielen Menschen Spuren in deren Herzen hinterlassen, so dass sie zumindest dort für immer weiter leben wird.
Und sollte es ihr möglich sein, dann wird unsere Frau/Mutter es sich nicht nehmen lassen, über uns zu wachen und auf uns acht zu geben.

Kerzen

Kerze

Svenja Henn
entzündete diese Kerze am 28. Oktober 2018 um 11.46 Uhr

Mama du fehlst mir so. Deine Hilfe wäre jetzt toll. Alles ist so schwer ohne dich und deinen Rat.
Vor allem hättest du dich so gefreut endlich einen enkel zu bekommen ❤️
Ich glaube ich werde nie darüber hinweg kommen ohne dich auf dieser bösen Welt zu sein.

In ewiger Liebe

Svenja ❤️

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Kondolenzen

Stimmungsbild

Linda
schrieb am 14. Mai 2017 um 14.54 Uhr

Alles gute zum Muttertag Mama ❤
Es tut so weh dich gerade an diesem Tag nicht in den Arm nehmen zu können und dir zu sagen, was für eine besondere und tolle Mama du warst. Ich vermisse dich von Tag zu Tag mehr... ich liebe dich ❤

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Termine

Der letzte Termin

Urnenbeisetzung, Friedhof Gamburg

Donnerstag, 2. März 2017 15.00 Uhr